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Charta (All)

Frankreich und Deutschland sind jeweils der erste Handelspartner des anderen, die Summe ihrer Bruttoinlandsprodukte liegt über dem von Japan. Sie vertreten im Kreise der europäischen Union nahe liegende Positionen und müssen in vielerlei Hinsicht vergleichbare wirtschaftliche und soziale Herausforderungen bewältigen: Beibehaltung ihrer Standortattraktivität, ihrer Wettbewerbsfähigkeit und ihrer industriellen Grundlage sowie Anpassung ihrer Sozialmodelle ohne den Verlust ihrer Grundwerte. In diesem Zusammenhang ist die Festigung der bilateralen Bindungen auf allen Ebenen, politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell, ebenso unerlässlich für die Zukunft der beiden Länder wie für die der Union.

Die politischen Strukturen, die angewandten Führungspraktiken bis hin zu den Kleinigkeiten des täglichen Lebens bleiben aber jenseits und diesseits des Rheins zutiefst unterschiedlich. Trotz aller Anstrengungen ähnelt das deutsch-französische Verhältnis manchmal einem „Garten der Missverständnisse“. Die Kommunikation und in einem noch größerem Maße die Zusammenarbeit gelingen nicht von selbst, während in wirtschaftlicher Hinsicht die Potentiale des grenzüberschrei-tenden Handels und der Kooperation noch weit davon entfernt sind, ausgeschöpft zu sein. Die wirtschaftlichen Kreise beider Länder haben also, auf ihrer Ebene, eine konkrete und substantielle Rolle zu spielen.

Mit dieser Zielrichtung sind nach und nach eine große Anzahl von Einrichtungen gegründet worden. So finden sich seit Jahren in Frankreich ebenso wie in Deutschland in einigen großen Städten lokale und regionale deutsch-französische Wirtschaftsclubs zusammen. Paradoxerweise und ohne dass dies zu erklären wäre, fehlt eine derartige Einrichtung gerade in Paris, wo die Entscheidungszentren geballt sind, die unentbehrlich für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen sind. Deshalb diese Initiative, die auf den Versuch zielt, eine wichtige Lücke in diesem Geflecht der Beziehungen zu schließen.

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